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Unsystematisches Risiko (Spezifisches Risiko)

Trading Lexikon

Definition

Das unsystematische Risiko (auch spezifisches Risiko genannt) ist das unternehmens- oder branchenspezifische Risiko, das durch eine breite Diversifikation des Portfolios auf verschiedene Wertpapiere reduziert oder nahezu eliminiert werden kann. Typische Beispiele sind Managementfehler, Produktrückrufe oder Rechtsstreitigkeiten einzelner Unternehmen.

Wie funktioniert die Risikoreduktion?

Wenn ein Anleger in 20 verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen investiert, kann der Verlust einer Position durch Gewinne anderer ausgeglichen werden. Das unsystematische Risiko wird so 'wegdiversifiziert'. Anders das systematische Risiko (Marktrisiko): Es betrifft alle Wertpapiere gleichzeitig – wie in einer Rezession – und lässt sich durch Diversifikation nicht eliminieren.

Bedeutung im Trading

Für aktive Trader ist das unsystematische Risiko besonders relevant, wenn sie konzentrierte Positionen in einzelnen Titeln eingehen. Durch gezielte Positionsgröße, Sektor-Diversifikation und Korrelationsanalyse lässt sich dieses Risiko bewusst steuern. Wer nur einen Wert handelt, trägt das volle spezifische Risiko.

Verwandte Begriffe: Risikomanagement, Position Sizing, Korrelation, Drawdown

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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