Gamma-Risiko
Trading Lexikon
Das Gamma-Risiko beschreibt das Risiko bei Optionspositionen, dass sich das Delta – also die Preissensitivität der Option – bei Kursbewegungen des Basiswerts schneller verändert als erwartet. Je höher das Gamma, desto stärker reagiert das Delta auf kleinste Preisbewegungen. Für Optionsverkäufer (Short-Optionen) ist Gamma-Risiko besonders kritisch, da es unerwartete Verluste erzeugen kann.
Wie funktioniert das Gamma-Risiko?
Das Gamma misst die Veränderungsrate des Deltas. Bei einer Long-Option steigt das Delta bei steigendem Kurs (positives Gamma); bei einer Short-Option passiert das Gegenteil. Besonders gefährlich wird das Gamma-Risiko bei At-the-Money-Optionen kurz vor dem Verfallsdatum, wenn das Gamma seinen Höchstwert erreicht. Schon kleine Kursbewegungen können dann Delta und damit die Positions-PnL dramatisch verändern.
Bedeutung im Trading
Trader, die Optionen verkaufen (z.B. bei der Covered-Call-Strategie), müssen das Gamma-Risiko aktiv managen, da sich Positionen in schnellen Märkten unkontrollierbar entwickeln können. Delta-Hedging – das kontinuierliche Anpassen der Absicherungsposition – ist das wichtigste Werkzeug zur Kontrolle des Gamma-Risikos.
Verwandte Begriffe: Delta, Delta-Hedging, Options Greeks, Hedging-Strategie
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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