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Gearing

Trading Lexikon

Definition

Gearing (auch: Verschuldungsgrad oder Leverage Ratio) beschreibt das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital eines Unternehmens oder einer Trading-Position. Ein hoher Gearing-Wert bedeutet starke Fremdfinanzierung: Renditen werden gehebelt, aber auch Verluste verstärken sich entsprechend. Es ist ein zentraler Risikokennwert für Investoren und Trader.

Wie berechnet sich das Gearing?

Das Gearing wird berechnet als: Fremdkapital ÷ Eigenkapital × 100 %. Ein Gearing von 200 % bedeutet, dass ein Unternehmen doppelt so viel Fremdkapital wie Eigenkapital einsetzt. Im Trading bezeichnet Gearing den Hebel einer Position: Wer mit 1.000 € Eigenkapital eine 10.000 €-Position hält, hat ein Gearing von 10x. Gewinne und Verluste werden um diesen Faktor multipliziert.

Bedeutung im Trading

Hohes Gearing kann Renditen deutlich steigern, erhöht aber das Risiko eines Totalverlusts exponentiell. Regulatoren begrenzen das Gearing für Retail-Trader (z. B. max. 30:1 auf Hauptwährungspaare in der EU). Prop-Trading-Firmen und Hedge-Fonds nutzen hohes Gearing gezielt, kombinieren es aber stets mit strengem Risikomanagement.

Verwandte Begriffe: Financial Leverage, Futures-Margin, Risikomanagement, Debt-to-Equity Ratio

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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