Handelsabwicklung
Trading Lexikon
Die Handelsabwicklung (Settlement) bezeichnet den Prozess der Übertragung von Wertpapieren vom Verkäufer zum Käufer sowie der gleichzeitigen Zahlung des vereinbarten Kaufpreises. Bei Aktien gilt standardmäßig T+2 (zwei Handelstage nach dem Transaktionsdatum). In einigen Märkten wie US-Aktien wird seit 2024 auf T+1 umgestellt.
Wie funktioniert die Handelsabwicklung?
Nach dem Trade-Abschluss übernimmt ein Clearinghaus (z. B. Eurex Clearing, DTCC) als zentrale Gegenpartei die Abwicklung und minimiert das Gegenparteirisiko. Clearinghäuser stellen sicher, dass Verkäufer die Wertpapiere und Käufer das Geld rechtzeitig liefern. Bei Lieferverzug entstehen Settlement Fails, die mit Strafgebühren belegt werden können.
Bedeutung im Trading
Die Settlement-Dauer beeinflusst das Kapitalmanagement: Bei T+2 ist das eingesetzte Kapital zwei Tage gebunden. Für Day-Trader, die alle Positionen täglich schließen, spielt das Settlement weniger direkt eine Rolle, aber bei Dividendenstrategien (Ex-Dividende) ist der Settlement-Zeitplan entscheidend. Futures haben dagegen eine tägliche Mark-to-Market-Abwicklung.
Verwandte Begriffe: Futures-Kontrakt, Clearing Bank, Trade Confirmation, Trade Execution
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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