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Fair Value Gap

Trading Lexikon

Definition

Ein Fair Value Gap (FVG) entsteht, wenn der Kurs bei einer starken institutionellen Bewegung einen Preisbereich überspringt, ohne ihn ausreichend zu handeln. Im Candlestick-Chart ist er als Lücke zwischen der oberen Kerze 1 und der unteren Kerze 3 sichtbar – der inakzeptierte Preisbereich der mittleren Kerze 2. FVGs gelten als Fußabdruck institutioneller Aktivität.

Wie entsteht ein Fair Value Gap?

FVGs entstehen durch starke Dominanz einer Marktseite (Käufer oder Verkäufer) – eine sogenannte One-Way Auction. In 8 von 10 Fällen tritt davor hohes Volumen auf (Akkumulation, Konsolidierung oder Geldumverteilung). Der übersprungene Preisbereich gilt als inakzeptiert: Der Markt hat ihn nicht ausreichend bewertet, was eine spätere Rückkehr wahrscheinlich macht. Allein ist das FVG jedoch kein Einstiegssignal – es benötigt zusätzlich einen Liquiditätsabgriff.

Bedeutung im Trading

Orderflow-Trader nutzen FVGs als potenzielle Reaktionszonen, an denen der Preis abprallt oder dreht. Sie helfen dabei, den Orderflow bis zu einem gewissen Grad zu interpretieren und institutionelles Handelsverhalten aufzudecken. In Kombination mit dem Footprint Chart und dem Volume Profile sind sie ein unverzichtbares Werkzeug im modernen Trading.

Verwandte Begriffe: Footprint Chart, Imbalance, Angebots- und Nachfragezone

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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