Gleitender Durchschnitt (Moving Average)
Trading Lexikon
Der gleitende Durchschnitt (Moving Average) ist einer der meistgenutzten technischen Indikatoren. Er berechnet den Durchschnittspreis eines Instruments über einen definierten Zeitraum und glättet Kursschwankungen, um den zugrundeliegenden Trend sichtbar zu machen. Die zwei wichtigsten Varianten sind der SMA (Simple Moving Average) und der EMA (Exponential Moving Average).
Wie funktioniert der gleitende Durchschnitt?
Der SMA addiert die Schlusskurse der letzten N Perioden und teilt durch N. Der EMA gewichtet jüngere Preise stärker und reagiert deshalb schneller auf aktuelle Marktbewegungen. Häufig verwendete Perioden sind 20, 50, 100 und 200 (Tage oder Kerzen). Wenn der Kurs oberhalb des Moving Average notiert, gilt der Trend als aufwärts; unterhalb als abwärts. Kreuzungen zweier MAs (z.B. Golden Cross oder Death Cross) gelten als Trendwechselsignale.
Bedeutung im Trading
Gleitende Durchschnitte dienen als dynamische Unterstützungs- und Widerstandszonen. Institutionelle Trader achten besonders auf den 200-Tage-EMA als langfristigen Trendfilter. Im Orderflow-Trading werden MAs oft als Kontext für Bias-Entscheidungen genutzt, nicht als isolierte Einstiegssignale.
Verwandte Begriffe: EMA, Golden Cross, Moving Average, Trendfolge
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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