Hedge
Trading Lexikon
Ein Hedge ist ein Absicherungsgeschäft, das das Risiko einer bestehenden Position durch eine gegenläufige Transaktion minimiert. Ziel ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern der Schutz des Portfolios vor unerwarteten Kursbewegungen. Hedges werden von institutionellen Investoren, Rohstoffproduzenten und Unternehmen mit Währungsexposure eingesetzt.
Wie funktioniert ein Hedge?
Klassisches Beispiel: Ein Investor hält ein Aktienportfolio im Wert von 100.000 € und kauft Put-Optionen auf den DAX als Absicherung. Fällt der Markt, kompensieren die Gewinne der Put-Optionen die Verluste im Portfolio. Der Hedge reduziert das Verlustrisiko, begrenzt aber auch die Gewinnmöglichkeiten, da Absicherungskosten (Optionsprämie, Spread) anfallen.
Bedeutung im Trading
CFD-Broker hedgen Kundenpositionen an den Futuresmärkten, um ihr eigenes Risiko zu neutralisieren: Überwiegen Short-Positionen der Kunden, geht der Broker selbst Short in den Futures. Dadurch verdient er ausschließlich an Gebühren und trägt kein direktionales Marktrisiko. Für Retail-Trader sind Hedges oft durch regulatorische Beschränkungen limitiert.
Verwandte Begriffe: Hedging-Strategie, Hedging Ratio, Delta-Hedging, Put Option
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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