High-Yield-Bonds
Trading Lexikon
High-Yield-Bonds (Hochzinsanleihen) sind Unternehmens- oder Staatsanleihen mit einem Kreditrating unterhalb des Investment-Grade-Niveaus (BB+ oder schlechter nach S&P). Um das erhöhte Ausfallrisiko zu kompensieren, bieten sie höhere Zinsen als Staatsanleihen. Sie werden auch als Junk Bonds oder Schrottanleihen bezeichnet.
Wie funktionieren High-Yield-Bonds?
Emittenten sind meist hochverschuldete Unternehmen (Leveraged Buyouts, Start-ups, angeschlagene Konzerne) oder Schwellenländer mit instabiler Wirtschaftslage. Der Spread zu sicheren Staatsanleihen (High-Yield Spread) misst die Risikoprämie: Steigen die Spreads, signalisiert das erhöhte Kreditrisikowahrnehmung. Der ICE BofA US High Yield Index ist der wichtigste Benchmark.
Bedeutung im Trading
High-Yield-Spreads sind ein wichtiger Frühindikator für Risikoaversion: In Krisen steigen die Spreads stark an (Flucht aus risikobehafteten Anlagen), in Bullenmärkten fallen sie. Aktientrader beobachten High-Yield-Spreads als Konjunkturindikator: Steigende Spreads warnen oft vor Wirtschaftsabschwächungen, da Unternehmen schwerer an Kapital kommen.
Verwandte Begriffe: Investment Grade, Kreditrisiko, Kreditrating, Spread
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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