Hyperinflation
Trading Lexikon
Hyperinflation bezeichnet eine extreme Form der Inflation mit Preissteigerungsraten von über 50 % pro Monat – das entspricht mehr als 12.874 % pro Jahr. Sie entsteht meist durch übermäßige Geldmengenausweitung (Notenpresse) verbunden mit dem Vertrauensverlust in die Währung. Historische Beispiele: Weimarer Republik 1923, Simbabwe 2008, Venezuela 2016–2019.
Wie entsteht Hyperinflation?
Hyperinflation beginnt oft mit Staatsverschuldungskrisen: Die Regierung finanziert Ausgaben durch Gelddrucken statt Steuereinnahmen. Sobald Bürger das Vertrauen in die Währung verlieren, beschleunigt sich die Geldentwertung (Gresham's Law: schlechtes Geld verdrängt gutes). Simbabwe erreichte 2008 eine monatliche Inflationsrate von 79,6 Milliarden Prozent. Die Wirtschaft kollabiert, Tauschhandel und Fremdwährungen dominieren.
Bedeutung im Trading
Hyperinflation macht Staatsanleihen und lokale Währungen praktisch wertlos. Sachwerte (Gold, Immobilien, Rohstoffe), Aktien produktiver Unternehmen und ausländische Devisen werden zur bevorzugten Wertaufbewahrung. Für Trader: Hyperinflationäre Phasen bieten extreme Volatilität in Rohstoff- und Devisenmärkten, sind aber auch extrem risikoreich.
Verwandte Begriffe: Inflation, Goldpreis, Quantitative Easing, Deflation
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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