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Intermarket-Analyse

Trading Lexikon

Definition

Die Intermarket-Analyse untersucht die gegenseitigen Abhängigkeiten verschiedener Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Devisen beeinflussen sich wechselseitig. Veränderungen in einem Markt senden häufig Frühwarnsignale für andere Märkte – und ermöglichen Tradern, die Gesamtmarktstruktur und dominante Kapitalflüsse besser einzuschätzen.

Wie funktioniert die Intermarket-Analyse?

Historisch bewährte Zusammenhänge: Steigende Rohstoffpreise signalisieren Inflationsdruck und belasten Anleihen. Fallende Anleihenrenditen (steigende Anleihekurse) wirken oft bullisch auf Aktien. Ein starker US-Dollar drückt Rohstoffpreise (da in USD notiert). Risikoaverse Marktphasen (Risk-off) stärken Gold, JPY und Anleihen auf Kosten von Aktien und Hochzinswährungen. Diese Korrelationen sind nicht fix – in Krisenzeiten brechen klassische Zusammenhänge oft zusammen.

Bedeutung im Trading

Intermarket-Analyse gibt Tradern einen makroökonomischen Kompass. Divergenzen zwischen Aktienmärkten und Anleihenrenditen oder zwischen Gold und dem USD können Wendepunkte anzeigen. Profis überwachen mehrere Märkte simultan, um Kapitalflüsse frühzeitig zu erkennen.

Verwandte Begriffe: Korrelation, Kapitalfluss, Globale Makro-Strategie, Sektorrotation

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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