Zentralbankgeld (Central Bank Money)
Trading Lexikon
Zentralbankgeld (Central Bank Money) ist das von einer Zentralbank emittierte Geld in Form von Bargeld (Banknoten und Münzen) und elektronischen Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank (Reserven). Es bildet die Basis der gesamten Geldmenge (M0 oder Basisgeld) und ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel in direkter Zentralbank-Haftung.
Wie funktioniert Zentralbankgeld?
Geschäftsbanken halten Reserven bei der Zentralbank zur Abwicklung des Interbankenhandels und zur Erfüllung von Mindestreservepflichten. Über diese Reserven steuert die Zentralbank die Liquidität im Bankensystem: Offenmarktgeschäfte (Ankauf/Verkauf von Wertpapieren) erhöhen oder verringern die Reservemenge. Quantitative Easing (QE) hat die Zentralbankgeldmenge in vielen Ländern massiv ausgedehnt.
Bedeutung im Trading
Veränderungen der Zentralbankgeldmenge (M0) sind ein Frühindikator für monetäre Bedingungen. Expandierende Bilanzen von Fed, EZB oder BoJ stehen oft mit steigenden Vermögenspreisen in Verbindung. Makro-Trader beobachten wöchentliche Fed-Bilanzdaten als Liquiditätsindikator für risikoreiche Anlagen.
Verwandte Begriffe: Zentralbankpolitik, Quantitative Easing, Inflation, Zinsentwicklung
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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