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Zinsdifferenzparität (Interest Rate Parity)

Trading Lexikon

Definition

Die Zinsdifferenzparität (Interest Rate Parity) ist eine fundamentale Theorie im Devisenmarkt. Sie besagt, dass die Zinsdifferenz zwischen zwei Ländern der erwarteten Wechselkursveränderung ihrer Währungen entsprechen sollte. Damit werden risikolose Arbitrage-Gewinne durch bloße Zinsunterschiede verhindert. Die Theorie existiert in zwei Varianten: gedeckt (Covered IRP) und ungedeckt (Uncovered IRP).

Wie funktioniert die Zinsdifferenzparität?

Beispiel: Wenn US-Zinsen bei 5% und Euro-Zinsen bei 2% liegen, sollte der Dollar gegenüber dem Euro um ca. 3% abwerten – sonst wäre risikolose Arbitrage möglich (Carry Trade). Die gedeckte Variante nutzt Devisenforward-Kontrakte zur Absicherung und gilt empirisch gut. Die ungedeckte Variante wird in der Realität oft verletzt – Währungen folgen nicht immer der erwarteten Richtung.

Bedeutung im Trading

Forex-Trader nutzen Zinsdifferenzen als Grundlage für Carry Trades: Man leiht sich in einer Niedrigzinswährung und investiert in Hochzinswährungen. Zinsdifferenzparität ist auch für das Hedging von Währungsrisiken in internationalen Portfolios zentral.

Verwandte Begriffe: Carry-Trade, Forex, Zinsentwicklung, Arbitrage

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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