Zinsrisiko
Trading Lexikon
Zinsrisiko ist das Risiko, dass steigende Marktzinsen den Wert festverzinslicher Wertpapiere mindern – und umgekehrt. Anleihen mit langer Duration reagieren besonders empfindlich auf Zinsveränderungen. Die Modified Duration quantifiziert diese Sensitivität: Ein Wert von 5 bedeutet ca. 5% Kursverlust bei einem Zinsanstieg von 1 Prozentpunkt.
Wie wird Zinsrisiko gemessen?
Duration ist das wichtigste Maß für Zinsrisiko: Je länger die Restlaufzeit und je niedriger der Kupon, desto höher die Duration und damit die Zinssensitivität. Convexity beschreibt die Nichtlinearität: Bei großen Zinsänderungen wird der Duration-Ansatz ungenau, und Convexity korrigiert diesen Fehler. Zero-Coupon Bonds haben die höchste Duration (gleich ihrer Laufzeit) und damit das größte Zinsrisiko.
Bedeutung im Trading
Anleihen-Trader managen Zinsrisiko durch Duration-Matching (Angleichen der Portfolio-Duration an den Investment-Horizont) oder aktive Duration-Steuerung je nach Zinserwartung. In einer Zinserhöhungsphase reduzieren Profis die Duration, in einer Zinssenkungsphase erhöhen sie sie. Auch Aktientrader sollten Zinsrisiken kennen: Wachstumsaktien mit langen Cashflow-Laufzeiten reagieren ähnlich wie Long-Duration-Anleihen.
Verwandte Begriffe: Yield Curve, Zinsentwicklung, Zero-Coupon Bond, Hedging-Strategie
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
Lerne bei Traivend, wie du Trading-Konzepte in der Praxis anwendest – mit Struktur, Logik und echtem Marktverständnis.