Cost of Capital (Kapital-beschaffungs-kosten)
Trading Lexikon
Cost of Capital (Kapitalbeschaffungskosten) bezeichnet die Mindestrendite, die ein Unternehmen oder Investor erzielen muss, um seine Kapitalgeber zufriedenzustellen und den Wert einer Investition zu erhalten. Sie setzt sich aus den Kosten für Eigen- und Fremdkapital zusammen und ist ein zentrales Konzept der Unternehmensfinanzierung und Investitionsbewertung.
Wie werden die Cost of Capital berechnet?
Die Gesamtkapitalkosten werden typischerweise als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC – Weighted Average Cost of Capital). Die Eigenkapitalkosten werden oft mit dem CAPM bestimmt, während die Fremdkapitalkosten dem Kreditzinssatz entsprechen, korrigiert um den Steuereffekt. Liegt die Investitionsrendite unter den Kapitalkosten, wird Wert vernichtet.
Bedeutung im Trading
Trader und Investoren nutzen die Cost of Capital zur Bewertung von Aktien im Rahmen der Discounted-Cash-Flow-Analyse: Je höher die Kapitalkosten, desto niedriger ist der faire Wert einer Aktie. In Zeiten steigender Zinsen erhöhen sich die Kapitalkosten, was Aktienbewertungen unter Druck setzt. Das Konzept hilft Tradern, das makroökonomische Zinsumfeld in ihre Analyse zu integrieren.
Verwandte Begriffe: CAPM, Discounted Cash Flow, Derivate, Debt-to-Equity Ratio
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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