Eigenkapitalrendite
Trading Lexikon
Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) misst, wie effizient ein Unternehmen das von seinen Eigentümern eingesetzte Kapital in Gewinn umwandelt. Sie berechnet sich als Nettogewinn dividiert durch das durchschnittliche Eigenkapital, multipliziert mit 100. Der ROE ist eine der meistgenutzten Kennzahlen in der Fundamentalanalyse.
Wie funktioniert die Eigenkapitalrendite?
Ein ROE von 15 % bedeutet, dass das Unternehmen mit jedem Euro Eigenkapital 15 Cent Gewinn erwirtschaftet. Werte über 15 % gelten in vielen Branchen als stark. Wichtig: Ein hoher ROE durch starke Verschuldung (Leverage) kann trügerisch sein – Qualität des Gewinns immer mitprüfen. Der ROE-Vergleich zwischen Branchenwettbewerbern liefert den größten Mehrwert.
Bedeutung im Trading
Investoren und Swing-Trader suchen gezielt nach Unternehmen mit konsistent hohem und wachsendem ROE, da dies auf starke Wettbewerbsvorteile hindeutet. Unternehmen wie Amazon oder Apple erzielen dauerhaft hohe ROEs – ein Merkmal strukturell starker Geschäftsmodelle. Im kurzfristigen Trading dient der ROE als Filterkriterium bei Earnings-Setups.
Verwandte Begriffe: Eigenkapital, Earnings per Share (EPS), Fundamentalanalyse
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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