Finanzierungskosten
Trading Lexikon
Finanzierungskosten sind alle Aufwendungen, die bei der Beschaffung von Fremdkapital entstehen. Dazu zählen Zinszahlungen, Kreditprovisionen, Emissionskosten und Disagio. Im Trading entstehen Finanzierungskosten in Form von Overnight-Swaps oder Rollkosten, die das Halten von Positionen über Nacht oder über Futures-Verfalltermine teuer machen können.
Wie entstehen Finanzierungskosten im Trading?
Beim CFD-Handel wird für jede über Nacht gehaltene Position ein Swap (auch Overnight-Financing-Rate) berechnet, der sich aus dem Referenzzinssatz (z.B. SOFR oder LIBOR-Nachfolger) plus einem Broker-Aufschlag zusammensetzt. Bei Futures entsteht beim Rollieren von auslaufenden Kontrakten in neue ein Rollkosten-Effekt. In Contango-Märkten kann dieser erheblich sein und die Performance von Long-Positionen deutlich belasten.
Bedeutung im Trading
Finanzierungskosten sind ein oft unterschätzter Faktor in der Renditekalkulation. Für Swing-Trader und Positionstrader, die Positionen tagelang halten, summieren sich Overnight-Kosten und können profitable Setups erheblich reduzieren. Beim Backtesting von Strategien müssen Finanzierungskosten stets einkalkuliert werden, um realistische Ergebnisse zu erhalten.
Verwandte Begriffe: Futures-Margin, Futures-Kurve, Fremdkapital
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
Lerne bei Traivend, wie du Trading-Konzepte in der Praxis anwendest – mit Struktur, Logik und echtem Marktverständnis.