Finanztransaktionssteuer
Trading Lexikon
Die Finanztransaktionssteuer (FTS) ist eine staatliche Abgabe auf den Handel mit Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen oder Derivaten. Sie wird in der Regel als Prozentsatz des Transaktionswerts berechnet. Ziel der FTS ist primär die Eindämmung exzessiver kurzfristiger Spekulation und die Generierung staatlicher Einnahmen zur Querfinanzierung von Sozialleistungen oder zur Finanzkrisen-Prävention.
Wie funktioniert die Finanztransaktionssteuer?
In der EU haben Länder wie Frankreich, Italien und Spanien eigene FTS eingeführt: Frankreich besteuert Aktienkäufe großer Unternehmen mit 0,3 %, Italien erhebt 0,1 % auf Aktiengeschäfte. In Deutschland gibt es eine intensive politische Diskussion, aber bislang keine Einigung. Die Steuer trifft Hochfrequenzhändler am härtesten, da sie viele kleine Transaktionen in kurzer Zeit durchführen.
Bedeutung im Trading
Für aktive Trader und Scalper kann die FTS die Profitabilität erheblich reduzieren – besonders bei Strategien mit vielen täglichen Transaktionen. Langfristinvestoren sind deutlich weniger betroffen. Die Einführung einer breiten EU-FTS könnte zu einer Verlagerung des Handelsvolumens in Länder ohne diese Steuer führen, was die Liquidität europäischer Märkte beeinträchtigen würde.
Verwandte Begriffe: Fiskalpolitik, First In, First Out (FIFO), Finanzmarktstabilität
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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