First In, First Out (FIFO)
Trading Lexikon
FIFO (First In, First Out) ist ein Bewertungs- und Abrechnungsprinzip, nach dem zuerst erworbene Einheiten oder Positionen als zuerst veräußert gelten. Das Prinzip entstammt der Lagerbuchhaltung, ist aber im Trading und in der steuerlichen Behandlung von Wertpapierportfolios von hoher praktischer Relevanz.
Wie funktioniert FIFO im Trading?
Kauft ein Trader z.B. dreimal jeweils 10 Aktien zu unterschiedlichen Preisen (10 €, 12 €, 15 €) und verkauft dann 15 Stück, gelten nach FIFO die ersten 10 Aktien (à 10 €) und 5 Aktien (à 12 €) als verkauft. In vielen Ländern, darunter Deutschland, ist FIFO für Wertpapiere steuerlich relevant – der älteste Einstandspreis bestimmt den steuerpflichtigen Gewinn oder Verlust.
Bedeutung im Trading
FIFO hat direkte steuerliche Konsequenzen: Je nach Einstandspreisen der ältesten Position ergeben sich unterschiedliche Gewinne und damit unterschiedliche Steuerzahlungen. Trader sollten beim Aufbau und Schließen von Positionen verstehen, welche Anteile steuerlich zuerst verkauft gelten. Eine saubere Buchführung aller Transaktionen ist unerlässlich, besonders bei Positionen, die über mehrere Käufe aufgebaut wurden.
Verwandte Begriffe: Finanztransaktionssteuer, Fundamentalanalyse, Backtesting
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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