Front Run
Trading Lexikon
Front Running bezeichnet das Platzieren eigener Orders vor bekannten Großaufträgen, um von der zu erwartenden Kursbewegung zu profitieren. Im institutionellen Umfeld ist Front Running ein Insider-Vergehen und regulatorisch streng verboten – da derjenige, der den Auftrag weiterleiten soll, seine Informationsvorteile zu Lasten des Kunden nutzt.
Wie funktioniert Front Running?
Ein klassisches Beispiel: Ein Broker-Händler erhält einen großen Kaufauftrag für eine Aktie, kauft vor Ausführung selbst Aktien auf eigene Rechnung, lässt dann den Kundenauftrag ausführen (der den Kurs nach oben treibt) und verkauft seine Position mit Gewinn. Im legalen Graubereich steht die Beobachtung des Orderbuchs durch Retail-Trader, um auf große bevorstehende Bewegungen durch sichtbares Block-Orderflow zu reagieren.
Bedeutung im Trading
Für Retail-Trader ist die Analyse von Orderbuch und Orderflow ein legales Mittel, um institutionelle Bewegungen frühzeitig zu antizipieren – ohne illegales Front Running zu betreiben. Hochfrequenzhändler (HFT) werden oft des legalen Front Runnings beschuldigt, da sie Limit Orders im Orderbuch millisekunden früher sehen und reagieren als andere Marktteilnehmer.
Verwandte Begriffe: Dark Pools, Big Player, Block-Order
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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