Funds From Operations (FFO)
Trading Lexikon
FFO (Funds From Operations) ist eine Kennzahl, die den operativen Cashflow von Immobilienunternehmen (REITs, Real Estate Investment Trusts) realistischer abbildet als der Nettogewinn. Da immobilienspezifische Abschreibungen und Gewinne aus Immobilienverkäufen das Bilanzergebnis stark verzerren, liefert der FFO ein aussagekräftigeres Bild der tatsächlichen Ertragskraft.
Wie berechnet sich der FFO?
FFO = Nettogewinn + Abschreibungen auf Immobilien − Gewinne aus Immobilienverkäufen. Abschreibungen bei Immobilien sind buchhalterisch erzwungen, spiegeln aber kaum den tatsächlichen Wertverlust wider – Immobilien steigen langfristig oft im Wert. Der FFO eliminiert diesen Verzerrungseffekt. Der Adjusted FFO (AFFO) geht noch einen Schritt weiter und zieht wiederkehrende Kapitalausgaben (CapEx) ab.
Bedeutung im Trading
Investoren in REITs verwenden den FFO als primären Bewertungsmaßstab – ähnlich wie das KGV bei Aktien, nur auf FFO-Basis (Price-to-FFO). Ein niedriges P/FFO-Verhältnis kann auf eine Unterbewertung hinweisen. Da REITs mindestens 90 % ihres steuerpflichtigen Einkommens ausschütten müssen, ist der FFO auch der entscheidende Indikator für die Dividendentragfähigkeit.
Verwandte Begriffe: Earnings per Share (EPS), Fundamentalanalyse, Eigenkapitalrendite
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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