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Initial Margin

Trading Lexikon

Definition

Die Initial Margin ist das Mindestkapital, das ein Trader bei seinem Broker hinterlegen muss, um eine gehebelte Position in Futures, CFDs oder anderen Derivaten zu eröffnen. Sie beträgt nur einen Bruchteil des Gesamtkontraktwerts und ermöglicht so den Einsatz von Fremdkapital-Hebeln. Die Initial Margin schützt den Broker und die Gegenpartei vor dem Ausfall des Traders.

Wie funktioniert die Initial Margin?

Beispiel: Ein E-Mini S&P 500 Future hat einen Kontraktwert von ca. 250.000 USD, die Initial Margin beträgt etwa 12.000 USD – das entspricht einem Hebel von rund 20. Fällt das Kontoguthaben durch Verluste unter die Maintenance Margin, erfolgt ein Margin Call: Der Trader muss sofort Kapital einschießen, oder Positionen werden zwangsliquidiert. Margin-Anforderungen variieren je nach Markt, Volatilität und Broker.

Bedeutung im Trading

Die Initial Margin ist ein zweischneidiges Schwert: Sie ermöglicht große Positionen mit wenig Kapital, erhöht aber proportional das Verlustrisiko. Professionelles Risikomanagement berücksichtigt nie nur die Initial Margin, sondern kalkuliert das Maximalrisiko pro Trade als festen Prozentsatz des Gesamtkapitals – typischerweise 1–2 %.

Verwandte Begriffe: Futures-Margin, Margin Trading, Risikomanagement, Drawdown

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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