Interest Rate Swap (Zinsswap)
Trading Lexikon
Ein Interest Rate Swap (Zinsswap) ist ein Derivatvertrag zwischen zwei Parteien zum Austausch von Zinszahlungsströmen: Typischerweise tauscht eine Partei feste Zinszahlungen gegen variable Zinszahlungen (z. B. basierend auf EURIBOR oder SOFR). Zinsswaps gehören zu den meistgehandelten Derivaten weltweit und sind ein zentrales Instrument zur Zinssicherung und Zinsoptimierung.
Wie funktioniert ein Zinsswap?
Unternehmen A hat variabel verzinste Schulden und möchte Planungssicherheit. Unternehmen B hat Festzinsschulden und erwartet sinkende Zinsen. Sie schließen einen Swap: A zahlt einen festen Zins an B, B zahlt den variablen Satz an A. Tatsächlich wird nur der Nettoausgleich (Differenz) gezahlt. Der Nennwert wird nicht ausgetauscht – er dient nur als Berechnungsbasis. Laufzeiten reichen von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren.
Bedeutung im Trading
Zinsswap-Spreads (Differenz zum Swap-Satz) sind ein wichtiger Frühindikator für Kreditrisiken im Finanzsystem. Steigende Spreads signalisieren Stress im Bankensystem, wie in der Finanzkrise 2008 deutlich erkennbar. Trader nutzen Zinsswap-Märkte auch zur Positionierung bei Zinserwartungen der Notenbanken.
Verwandte Begriffe: Zinsswap, Derivate, Fed, Kreditrisiko
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