S

Slippage

Trading Lexikon

Definition

Slippage bezeichnet die Differenz zwischen dem erwarteten Ausführungspreis einer Order und dem tatsächlich erzielten Preis. Sie tritt auf, wenn zwischen Ordererteilung und -ausführung eine Kursbewegung stattfindet – was besonders bei Marktorders in volatilen oder illiquiden Märkten häufig vorkommt. Slippage kann sowohl positiv als auch negativ sein.

Wie entsteht Slippage?

Slippage entsteht durch Latenz (Verzögerung zwischen Order und Ausführung), niedrige Liquidität (zu wenig Gegenparteien am gewünschten Preis) oder hohe Volatilität (schnelle Kursbewegungen in Hochphasen). Besonders bei Stop-Orders ist negative Slippage häufig: Ein gesetzter 30-Tick-Stop kann real 40–80 Ticks Verlust bedeuten, wenn der Markt schnell durch diesen Level läuft.

Bedeutung im Trading

Für Scalper und Hochfrequenzhändler ist minimale Slippage entscheidend, da sie die Profitmarge direkt aufzehrt. Trader sollten Limit-Orders bevorzugen, in den liquidesten Marktphasen handeln und die Slippage in ihre Risiko-Ertrags-Kalkulation einbeziehen. Broker-Auswahl und Verbindungsqualität spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Verwandte Begriffe: Scalping, Stop-Loss Order, Marktliquidität, Exekutionsgeschwindigkeit

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

Lerne bei Traivend, wie du Trading-Konzepte in der Praxis anwendest – mit Struktur, Logik und echtem Marktverständnis.

Kostenloses Erstgespräch