Arbitrage
Trading Lexikon
Arbitrage bezeichnet die gleichzeitige Nutzung von Preisunterschieden für identische oder äquivalente Vermögenswerte auf verschiedenen Märkten, um risikofreie (oder risikoarme) Gewinne zu erzielen. Das Grundprinzip: An Markt A kaufen, an Markt B zum höheren Preis verkaufen – die Differenz ist der Gewinn. Arbitrage gleicht Preisunterschiede aus und trägt zur Markteffizienz bei.
Wie funktioniert Arbitrage?
Klassische Arbitrage existiert nur sehr kurzfristig, da Algorithmen Preisunterschiede in Millisekunden erkennen und schließen. Formen der Arbitrage umfassen: räumliche Arbitrage (gleiche Aktie an zwei Börsen), zeitliche Arbitrage (Spot vs. Futures), statistische Arbitrage (korrrelierte Instrumente divergieren) und Konvergenz-Arbitrage (fehlbewertete Derivate vs. Basiswert). In der Praxis entstehen Kosten durch Transaktionsgebühren, Slippage und Ausführungsrisiko.
Bedeutung im Trading
Reine Arbitrage ist für Retail Trader kaum zugänglich, da institutionelle HFT-Systeme Preislücken sofort schließen. Wichtig ist jedoch das Verständnis der Prinzipien: Statistische Arbitrage, Pairs Trading und Korrelationsstrategien sind für erfahrene Trader zugänglich. Arbitrage-freie Märkte sind auch Grundlage der Optionspreistheorie (Black-Scholes).
Verwandte Begriffe: Arbitrage Handel, Arbitrage im Orderflow, High-Frequency Trading, Slippage
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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