Bank Run
Trading Lexikon
Ein Bank Run bezeichnet eine Paniksituation, in der eine große Anzahl von Bankkunden gleichzeitig ihre Einlagen abheben – aus der Angst, die Bank könnte zahlungsunfähig werden. Da Banken nur einen Bruchteil der Einlagen als Liquiditätsreserve halten (Teilreservesystem), kann ein Bank Run tatsächlich zur Insolvenz führen.
Wie funktioniert ein Bank Run?
Bank Runs entstehen meist durch Gerüchte oder sinkende Vertrauenswerte. Sie sind selbstverstärkend: Je mehr Menschen Geld abheben, desto realer wird die Liquiditätsgefahr – und desto mehr Kunden eilen zur Bank. Moderne Einlagensicherungssysteme (z.B. bis 100.000 Euro in der EU) sollen diesen Teufelskreis durchbrechen, indem sie Vertrauen in die Sicherheit von Einlagen schaffen.
Bedeutung im Trading
Bankenpaniken sind systemische Ereignisse mit massiver Marktauswirkung: Bankaktien brechen ein, Anleiherenditen steigen, Risikoaversion nimmt zu. Trader beobachten Anzeichen von Bankenstress wie steigende Credit Default Swaps und Interbanken-Spreads als Frühwarnindikatoren. Historische Bank Runs wie 1929, 2008 (Northern Rock) oder 2023 (SVB) lösten breite Marktturbulenzen aus.
Verwandte Begriffe: Bankenregulierung, Finanzkrise, Finanzmarktstabilität, Liquiditätsrisiko
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
Lerne bei Traivend, wie du Trading-Konzepte in der Praxis anwendest – mit Struktur, Logik und echtem Marktverständnis.