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Investment Grade

Trading Lexikon

Definition

Investment Grade ist eine Bonitätseinstufung von Anleihen durch Ratingagenturen (S&P, Moody's, Fitch) ab BBB-/Baa3 aufwärts. Investment-Grade-Papiere gelten als ausfallarmes, solides Investment mit vergleichsweise niedrigen Zinsen. Sie sind das Pflichtuniversum vieler institutioneller Anleger wie Pensionsfonds und Versicherungen.

Wie funktioniert das Investment-Grade-Rating?

Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit eines Emittenten auf einer Skala: AAA/Aaa (höchste Bonität) bis C/D (Zahlungsausfall). Investment Grade reicht von AAA bis BBB-/Baa3. Darunter beginnt der High-Yield-Bereich (auch Junk Bonds genannt), der deutlich höhere Zinsen, aber auch deutlich höhere Ausfallrisiken aufweist. Ratings werden laufend überprüft und können verändert werden.

Bedeutung im Trading

Ratingänderungen sind hochvolatile Ereignisse: Eine Herabstufung aus dem Investment Grade in den High-Yield-Bereich (Fallen Angel) erzwingt Zwangsverkäufe institutioneller Investoren und kann den Kurs einer Anleihe drastisch einbrechen lassen. Steigende Credit Spreads – auch bei Investment-Grade-Anleihen – signalisieren wachsende Risikoaversion und gelten als Frühindikator für Aktienmarktkorrekturen.

Verwandte Begriffe: Kreditrating, High-Yield-Bonds, Kreditrisiko, Bonität

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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