Kreditrating
Trading Lexikon
Das Kreditrating ist die Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners – Unternehmen, Staaten oder Finanzinstitutionen – durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Es gibt Investoren eine standardisierte Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit und damit der Qualität eines Schuldtitels.
Wie funktioniert das Kreditrating?
Ratingskala (S&P): Investment Grade von AAA (höchste Bonität) bis BBB−. High Yield (Junk) von BB+ bis C. D = Zahlungsausfall. Moody's verwendet eine ähnliche Skala (Aaa bis C). Ratings werden laufend überprüft und können herauf- (Upgrade) oder herabgestuft (Downgrade) werden. Ratingdruck entsteht, wenn sich die Finanzlage eines Emittenten verschlechtert – oft wird die Rating-Änderung von einem negativen Ausblick (Outlook Negative) angekündigt.
Bedeutung im Trading
Ein Rating-Downgrade – besonders ein Fallen Angel (von Investment Grade zu High Yield) – löst Zwangsverkäufe aus: Institutionelle Investoren (Pensionsfonds, Versicherungen) dürfen regulatorisch keine High-Yield-Papiere halten und müssen verkaufen. Dies erzeugt abrupte Kursstürze bei Anleihen und Aktien des betroffenen Emittenten.
Verwandte Begriffe: Investment Grade, High-Yield-Bonds, Kreditrisiko, Bonität
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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