Kapitalintensität
Trading Lexikon
Kapitalintensität beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetztem Kapital (Sachanlagen, Maschinen, Infrastruktur) und der erzielten Produktionsleistung oder dem Umsatz eines Unternehmens. Kapitalintensive Branchen benötigen hohe Anfangsinvestitionen, haben aber in der Regel stabile, langfristige Cashflows.
Wie wird Kapitalintensität gemessen?
Typische Kennzahl: Kapital je Produktionseinheit oder Anlagevermögen zu Umsatz. Kapitalintensive Branchen sind Energie, Telekommunikation, Luftfahrt, Stahl und Chemie. Sie reagieren empfindlich auf Zinssätze, da Finanzierungskosten einen großen Kostenanteil ausmachen. Im Gegensatz dazu stehen wissensintensive Branchen (Software, Pharma-Patente) mit niedrigem Kapitaleinsatz aber hohen Margen.
Bedeutung im Trading
Zinserhöhungen belasten kapitalintensive Sektoren überproportional: Steigende Refinanzierungskosten drücken Margen und Bewertungen. In Zinserhöhungsphasen rotiert Kapital aus kapitalintensiven Sektoren in weniger zinsempfindliche Bereiche. Für Trader ist Kapitalintensität daher ein wichtiges Kriterium bei der makroökonomischen Sektorselektion und Sektorrotations-Strategie.
Verwandte Begriffe: Kapitalstruktur, Sektorrotation, Kosten des Kapitals, Zinsentwicklung
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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