Kapitalquote
Trading Lexikon
Die Kapitalquote (auch Eigenkapitalquote) ist das Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) eines Unternehmens oder einer Bank. Sie ist ein zentraler Indikator für finanzielle Stabilität und Krisenfestigkeit: Je höher die Quote, desto besser kann das Unternehmen Verluste absorbieren, ohne in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten.
Wie wird die Kapitalquote berechnet und interpretiert?
Kapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital × 100 %. Hohe Quote (>40 %): Stabile Finanzierung, geringere Abhängigkeit von Fremdkapital, niedrigeres Insolvenzrisiko. Niedrige Quote: Höherer Leverage-Effekt (potentiell höhere Eigenkapitalrendite), aber gesteigertes Risiko bei wirtschaftlichem Abschwung. Bei Banken schreibt Basel III Mindest-Kapitalquoten (CET1-Quote) von mindestens 4,5 % der risikogewichteten Aktiva vor – ein regulatorisches Minimum, das Systemstabilität sichern soll.
Bedeutung im Trading
Für Aktien-Trader ist die Kapitalquote ein wichtiges Fundamental-Kriterium bei der Unternehmensanalyse: Unternehmen mit stabiler Eigenkapitalbasis überstehen Krisen besser. Bei Banken signalisiert eine sinkende Kapitalquote erhöhtes systemisches Risiko – ein Frühwarnsignal für potenzielle Finanzmarktstress-Episoden.
Verwandte Begriffe: Kapitalstruktur, Eigenkapitalquote, Kreditrisiko, Basel III
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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