Netto-Exposure
Trading Lexikon
Netto-Exposure bezeichnet im Trading die Differenz zwischen dem Gesamtwert aller Long-Positionen und dem Gesamtwert aller Short-Positionen in einem Portfolio. Es gibt an, wie stark ein Portfolio unterm Strich von Marktbewegungen in eine Richtung abhängt.
Wie berechnet man Netto-Exposure?
Die Berechnung ist einfach: Netto-Exposure = Long-Positionen (in %) − Short-Positionen (in %). Ein Portfolio mit 70% Long- und 30% Short-Positionen hat ein Netto-Exposure von +40% – es ist netto bullisch positioniert. Bei −20% ist das Portfolio netto bärisch. Hedge-Fonds streben oft ein niedriges Netto-Exposure von ±10-20% an, um marktneutral zu sein, während sie Alpha durch die Selektion einzelner Aktien generieren. Das Brutto-Exposure (Long + Short in absoluten Werten) misst dagegen den Gesamthebel.
Bedeutung im Trading
Netto-Exposure ist ein zentrales Risikomaß für Portfolio-Trader und Hedge-Fonds. Ein zu hohes positives Netto-Exposure in fallenden Märkten führt zu erheblichen Verlusten. Professionelle Risikomanager überwachen und begrenzen das Netto-Exposure aktiv, besonders vor Risiko-Ereignissen wie Notenbankentscheidungen oder wichtigen Konjunkturdaten.
Verwandte Begriffe: Risikomanagement, Hedging-Strategie, Leerverkauf, Asset Allocation
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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