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Asset-Backed Securities (ABS)

Trading Lexikon

Definition

Asset-Backed Securities (ABS) sind Wertpapiere, die durch einen Pool von Finanzforderungen besichert sind – typischerweise Hypotheken, Autokredite, Studentenkredite oder Kreditkartenforderungen. Die zugrunde liegenden Forderungen werden gebündelt, in eine Zweckgesellschaft (SPV) übertragen und als handelbare Wertpapiere an Investoren verkauft, die regelmäßige Zahlungsströme erhalten.

Wie funktionieren Asset-Backed Securities?

Der Prozess nennt sich Verbriefung (Securitization): Eine Bank bündelt Tausende von Krediten, strukturiert sie in verschiedene Risikoklassen (Tranchen) und verkauft diese an Investoren. Senior-Tranchen haben höhere Bonität aber niedrigere Renditen, Junior-Tranchen tragen mehr Risiko aber bieten höhere Renditen. Zahlungsausfälle der zugrundeliegenden Kredite treffen zuerst die Junior-Tranchen (Wasserfallprinzip).

Bedeutung im Trading

ABS spielen eine zentrale Rolle im globalen Finanzsystem und können bei Problemen systemische Risiken verbreiten – wie die Finanzkrise 2008 zeigte, als Mortgage-Backed Securities (MBS) massenhaft ausfielen. Für institutionelle Trader und Makro-Investoren sind ABS-Spreads wichtige Stressindikatoren für den Kreditmarkt und das allgemeine Marktrisiko.

Verwandte Begriffe: Derivate, Kreditrisiko, Finanzkrise, High-Yield-Bonds

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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