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Komplementärgüter

Trading Lexikon

Definition

Komplementärgüter sind Waren oder Dienstleistungen, die gemeinsam konsumiert werden und sich gegenseitig ergänzen. Sie stehen in einem engen wirtschaftlichen Zusammenhang: Steigt der Preis eines Komplementärguts, sinkt typischerweise die Nachfrage nach dem anderen – und umgekehrt. Klassische Beispiele: Drucker und Druckerpatronen, Autos und Benzin, Smartphones und mobile Datentarife.

Wie funktioniert die Komplementarität?

Die Kreuzpreiselastizität zwischen Komplementärgütern ist negativ: Eine Preiserhöhung von Produkt A senkt die Nachfrage nach Produkt B. Produzenten nutzen diesen Effekt strategisch – Rasiermaschinen werden günstig verkauft, die Klingen teuer. Oder: Spielkonsolen werden subventioniert, Spieletitel sind profitabel. Im Gegensatz dazu stehen Substitutionsgüter, die sich gegenseitig ersetzen können (Butter und Margarine).

Bedeutung im Trading

Für Rohstoff-Trader: Preisbewegungen bei Öl beeinflussen direkt Automobilaktien, Reisekonzerne und Chemieunternehmen als Konsumenten komplementärer Güter. Steigt der Ölpreis stark, erhöhen sich Betriebskosten der Komplementärbranchen – ein wichtiger Faktor bei der Sektoranalyse und bei Intermarket-Zusammenhängen.

Verwandte Begriffe: Goldpreis, Commodity Futures, Intermarket-Analyse, Sektorrotation

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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