Overnight Position (Übernacht-Position)
Trading Lexikon
Eine Overnight Position (Übernacht-Position) ist eine Handelsposition, die nach Börsenschluss der regulären Handelssession offen gehalten wird und damit Preisbewegungen ausgesetzt ist, die außerhalb der eigentlichen Handelszeiten entstehen. Besonders im Aktienhandel und bei CFDs entstehen so Overnight-Gaps beim nächsten Handelsbeginn.
Welche Risiken birgt eine Overnight Position?
Außerhalb der Haupthandelszeiten können wichtige Ereignisse eintreten: Quartalsberichte, Notenbankentscheidungen, geopolitische Nachrichten oder internationale Marktbewegungen in Asien und Europa. Da die Liquidität nach Börsenschluss geringer ist, können Preise beim nächsten Open deutlich springen (Gap). Bei CFDs und Forex fallen zudem Overnight-Finanzierungskosten (Swap) an, die bei längerem Halten erheblich ins Gewicht fallen.
Bedeutung im Trading
Daytrader schließen ihre Positionen grundsätzlich vor Börsenschluss, um das Overnight-Risiko zu vermeiden. Swing-Trader und Positionshändler kalkulieren Overnight-Risiken bewusst ein und setzen Stop-Loss-Orders entsprechend weit, um unerwartete Gaps zu überstehen. Das Management von Overnight-Positionen ist ein zentraler Bestandteil professionellen Risikomanagements.
Verwandte Begriffe: Gap Trading, Risikomanagement, Swing Trading, Intraday
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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