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Over-the-Counter (OTC)

Trading Lexikon

Definition

Over-the-Counter (OTC) bezeichnet einen dezentralen Handelsmarkt, auf dem Finanzinstrumente direkt zwischen zwei Parteien gehandelt werden, ohne dass ein geregelter Börsenplatz zwischengeschaltet ist. Der OTC-Markt ist der größte Finanzmarkt der Welt – der Forex-Markt mit einem täglichen Umsatz von über 7 Billionen Dollar ist der bekannteste OTC-Markt.

Wie funktioniert OTC-Handel?

Im OTC-Markt verhandeln Käufer und Verkäufer (typischerweise Banken, institutionelle Investoren oder Unternehmen) direkt miteinander über Preis und Konditionen. Es gibt keinen zentralen Handelsplatz, keine standardisierten Kontraktgrößen und keine zentrale Clearingstelle – was mehr Flexibilität, aber auch mehr Kontrahentenrisiko bedeutet. Elektronische Netzwerke (ECNs) haben die OTC-Märkte zunehmend transparenter gemacht. Typische OTC-Instrumente: Forex, bestimmte Derivate, Anleihen, strukturierte Produkte.

Bedeutung im Trading

Privattrader handeln Forex meist über OTC-Broker, die als Market Maker fungieren. Die fehlende Zentralisierung bedeutet, dass Preise je nach Broker variieren können. Für institutionelle Trader bietet der OTC-Markt die Möglichkeit, maßgeschneiderte Instrumente und Konditionen auszuhandeln, die an regulierten Börsen nicht verfügbar wären.

Verwandte Begriffe: Forex, Market Maker, ECN, Derivate

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