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Overbought (Überkauft)

Trading Lexikon

Definition

Overbought (Überkauft) beschreibt einen Marktzustand, in dem ein Vermögenswert nach einer starken, schnellen Aufwärtsbewegung als übermäßig hoch bewertet gilt und das Potenzial für eine Korrektur oder Konsolidierung steigt. Technische Indikatoren helfen dabei, diesen Zustand zu identifizieren.

Wie erkennt man einen überkauften Markt?

Der bekannteste Indikator ist der RSI (Relative Strength Index): Ein RSI über 70 gilt traditionell als überkauft. Auch Stochastik-Oszillatoren über 80 und Preise, die deutlich über ihren Bollinger Bändern oder gleitenden Durchschnitten liegen, signalisieren Überausdehnung. Im Orderflow-Kontext zeigt sich Überausdehnung auch durch extreme One-Way-Auction-Bewegungen ohne saubere Korrekturen und nachlassendes Momentum trotz neuer Hochs (Divergenz). Im Marktkontext kann ein überverkauftes Level jedoch noch deutlich tiefer fallen, bevor eine echte Umkehr einsetzt.

Bedeutung im Trading

Overbought allein ist kein verlässliches Verkaufssignal – starke Trends können über lange Zeit überkauft bleiben. Entscheidend ist die Kombination aus Overbought-Signal, Divergenz bei Momentum-Indikatoren und einem relevanten Widerstandsniveau. Mean-Reversion-Trader nutzen überkaufte Zustände als Einstiegssignale für Short-Trades, immer mit klar definierten Stop-Levels.

Verwandte Begriffe: RSI, Oversold, Divergenz, Mean Reversion

Begriffe verstehen ist der erste Schritt

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