Volume Profile (Volumenprofil)
Trading Lexikon
Das Volume Profile stellt das gehandelte Volumen je Preislevel dar, nicht je Zeiteinheit. Auf der Preisachse zeigt ein breiter Balken viel Volumen. So wird sichtbar, wo der Markt Preise akzeptiert hat und wo er sie abgelehnt hat – die Grundlage jeder kontextbasierten Analyse.
Wie funktioniert das Volume Profile?
Auf der Y-Achse werden Preislevels abgetragen, auf der X-Achse das kumulierte Handelsvolumen als horizontaler Balken. Je breiter der Balken, desto mehr Volumen wurde auf diesem Preis gehandelt. So entsteht ein Bild davon, auf welchen Preisen der Markt tatsächlich Geschäfte gemacht hat und welche er nur durchquert hat.
Bedeutung im Trading
Das Volume Profile ist die Grundlage für kontextbasiertes Arbeiten: Es beantwortet nicht die Frage, wohin der Kurs läuft, sondern welche Bereiche der Markt bereits für sich geklärt hat.
High-Volume-Nodes und Low-Volume-Nodes
- High-Volume-Node (HVN) – Preiszone mit viel Volumen. Sie entsteht in Balance-Phasen, in denen Käufer und Verkäufer sich einig waren. HVNs wirken als Magnete und als Reaktionszonen
- Low-Volume-Node (LVN) – Preiszone mit wenig Volumen. Sie entsteht bei Imbalance-Bewegungen, in denen der Markt diese Preise abgelehnt und schnell verlassen hat. Kommt der Kurs zurück, läuft er hier oft zügig durch
- Volumenbergkante – der Übergang von einem HVN zu einem LVN. Genau an diesen Kanten bilden sich häufig Wendepunkte
Wie du daraus einen Kontext baust
Das Volume Profile allein ist eine Verteilung, keine Aussage. Erst zusammen mit der Value Area und dem Point of Control entsteht ein Bild davon, welche Zonen umkämpft sind und welche der Markt nur durchquert hat. Wichtig bleibt die Blickrichtung: Das Profil beschreibt, was passiert ist. Es sagt nicht, was als Nächstes passiert.
Verwandte Begriffe: Value Area, Point of Control (POC), High Volume Node, VWAP
Begriffe verstehen ist erst der Anfang
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