Window Dressing
Trading Lexikon
Window Dressing bezeichnet die Praxis von Fondsmanagern, kurz vor Quartals- oder Jahresende ihr Portfolio so umzuschichten, dass es für Investoren und in Berichten optisch attraktiver wirkt. Schlechte Positionen werden verkauft, Gewinner-Aktien werden zugekauft – nicht aus fundamentaler Überzeugung, sondern um die Portfoliostatistik zu verschönern.
Wie funktioniert Window Dressing?
In den letzten Tagen eines Quartals kaufen Fondsmanager stark gestiegene Aktien und verkaufen gefallene. So erscheinen im Rechenschaftsbericht die 'richtigen' Wertpapiere im Portfolio. Dies erzeugt am Quartalsende oft ein Kursphänomen: Gewinner-Aktien werden durch institutionelle Käufe weiter nach oben getrieben (Momentum-Effekt), Verlierer fallen durch weiteren Verkaufsdruck.
Bedeutung im Trading
Trader können das Window-Dressing-Phänomen ausnutzen: Die letzten Handelstage eines Quartals zeigen oft überproportionale Kursgewinne bei bisherigen Jahresgewinnern. Gleichzeitig steigt das Volumen in bestimmten Segmenten auffällig an. Nach dem Stichtag kann es zu einer Mean-Reversion-Bewegung kommen, wenn der künstliche Kaufdruck nachlässt.
Verwandte Begriffe: Rebalancing, Investmentfonds, Saisonalität, Mean Reversion
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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