Working Capital (Betriebskapital)
Trading Lexikon
Working Capital (Betriebskapital) ist die Differenz zwischen dem kurzfristigen Umlaufvermögen (Kassenbestand, Forderungen, Vorräte) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens. Positives Working Capital zeigt, dass das Unternehmen seine kurzfristigen Verpflichtungen aus eigenen Mitteln decken kann – ein wichtiger Indikator für operative Gesundheit und Liquidität.
Wie wird Working Capital berechnet?
Formel: Working Capital = Umlaufvermögen − kurzfristige Verbindlichkeiten. Ein Wert von 0 oder darunter warnt vor Liquiditätsproblemen. Der Working Capital Ratio (Current Ratio) gibt das Verhältnis an: Ein Wert über 1 ist gesund, unter 1 riskant. Unternehmen wie Amazon nutzen bewusst negatives Working Capital (Kunden zahlen vor Lieferantenrechnungen), was ein Sonderfall des Geschäftsmodells ist.
Bedeutung im Trading
Für fundamentalorientierte Trader ist Working Capital ein Frühwarnindikator: Sinkende Working-Capital-Ratios können auf Liquiditätsstress hinweisen, der sich früher in Bilanzkennzahlen zeigt als im Kurs. Besonders bei Small-Cap-Aktien und Krisensituationen ist die Analyse des Betriebskapitals entscheidend für die Risikoeinschätzung.
Verwandte Begriffe: Quick Ratio, Eigenkapital, Fremdkapital, Fundamentalanalyse
Begriffe verstehen ist erst der Anfang
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