Bid-Ask-Verhältnis
Trading Lexikon
Das Bid-Ask-Verhältnis beschreibt die Relation zwischen sichtbaren Kauf- (Bid) und Verkaufsaufträgen (Ask) im Orderbuch eines Handelsinstruments. Es ist ein Stimmungsindikator, der kurzfristig zeigt, auf welcher Seite mehr Interesse besteht – auf der Käufer- oder der Verkäuferseite.
Wie funktioniert das Bid-Ask-Verhältnis?
Ein hohes Bid-Ask-Verhältnis (mehr Kauforders als Verkaufsorders) deutet auf Kaufdruck und bullische Stimmung hin. Ein niedriges Verhältnis signalisiert Verkaufsdruck. Allerdings sind sichtbare Orderbuchorders nur ein Teil des Bildes: Institutionelle Trader nutzen Iceberg-Orders und Dark Pools, um ihre wahren Absichten zu verschleiern. Daher sollte das Verhältnis stets im Kontext mit Volumen und Preisbewegung interpretiert werden.
Bedeutung im Trading
Im Orderflow-Trading ist das Bid-Ask-Verhältnis ein wertvoller Kurzfristindikator für die Marktrichtung. Trader beobachten Verschiebungen im Verhältnis, um bevorstehende Preisbewegungen zu antizipieren. Besonders relevant ist es an Schlüsselpreisniveaus, wo sich Orderbuchansammlungen (Bid-Stacking oder Ask-Stacking) bilden.
Verwandte Begriffe: Bid-Stacking, DOM (Depth of Market), Orderflow, Bid-Ask-Spread
Begriffe verstehen ist der erste Schritt
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